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Risikokonflikte visualisiert

Erstellung und Erprobung von internetbasierten Argumentationslandkarten

Letzte Änderung: 02.11.2011

Neue Veröffentlichung: Gesellschaft innovativ. Wer sind die Akteure? Herausgegeben von Gerald Beck und Cordula Kropp. Mehr im Blog zum Buch.

Die neue Broschüre zur Risikokartierung ist ab sofort auch als PDF verfügbar.

Download PDF (2MB)

Risikodiskurse auf neue Art entdecken - experimentelle Demokratie in Risikokontroversen

Wie verlaufen Risikokontroversen? Wer sind die Akteure, die am Diskurs beteiligt sind? Welche Inhalte bestimmen die Debatte? Welche Themen, welche Argumente werden angebracht, welche Risiken als solche wahrgenommen? Welche Stoffe und Technologien spielen für die Risikowahrnehmung eine Rolle? In zwei aufeinander folgenden Projekten haben sich interdisziplinäre besetzte Projektteams die Kartierung von Risikokontroversen erprobt und zum Gegenstand weiterer Forschungen gemacht. Ziel war es, Risikodiskursen als Argumentationslandkarten darzustellen, diese zu visualisieren und so für einen strategischen Umgang mit Risiken zu öffnen.

Im ersten Projekt ("Risikokonflikte visualisiert" - Projekt 1) wurde ein Prototyp der Risikokartierung entwickelt und in Stakeholderworkshops evaluiert. Im Anschlussvorhaben ("Die politische Relevanz der internetbasierten Visualisierung von Risikokonflikten" - Projekt 2). wurde eine erweiterte Version des internetbasierten Tools in partizipativen Verfahren von ca. 80 Teilnehmer/innen in konkreten Fallstudien angewandt und als Instrument der Risk Governance getestet.

Die Argumentationslandkarten der Risikokartierung I wurden anhand exemplarischer Fallstudien zu Nahrungsergänzungsmitteln und Nanopartikeln im Rahmen einer Kooperation von Sozialwissenschaftlern, Informatikern sowie Praxispartnern entwickelt. Die Risikokartierung II stellt nun Risikodiskurse und Argumentationslandkarten zusammen, die von Entscheidungsträgern, Experten und Verbrauchern zu beiden Fallstudien erarbeitet wurden.




Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Sozialökologischen Forschung (SÖF) geförderten Projekte werden gemeinsam von der Münchner Projektgruppe für Sozialforschung e.V. (MPS) und dem Wissenschaftszentrum Umwelt an der Universität Augsburg (WZU) in Kooperation mit der Software und Consulting GmbH (SoUCon) durchgeführt.


Von Januar 2008 bis Januar 2010 wurde der Prototyp der Risikokartierung auch in dem internationalen, EU-Projekt MACOSPOL eingesetzt. Das Projekt wurde im 7. Forschungsrahmenprogramm der EU gefördert und von Prof. Bruno Latour an der Sciences Po in Paris koordiniert.

WZU MPS BMBF SÖF DLR